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 Burgdorf – Unihockey Lohn 4:4 (2:2)

Im Hinrundenspiel konnten die Burgdorfer in der heimischen Halle den Kopf in extremis aus der Schlinge ziehen. Nach zeitweiligem 4-Torerückstand gelang mit einem faboulösen Schlussspurt das Comeback und die Wende. Nicht nur deswegen erwarteten die in gelb spielenden Schwarzbuben ein top motiviertes Unihockey Lohn.

Nun, Lohn erwischte den besseren Start. Nach rund Fünf Zeigerumdrehungen führten die Solothurner bereits mit zwei Toren. Die Emmenstädter fanden nur langsam ins Spiel, konnten sich aber noch vor dem Pausenpfiff mit dem Ausgleichstreffer belohnen. Nach dem Tee konnten die Gelben für längere Zeit in Überzahl agieren (2+2+10 gegen Lohn), aus den 4 Überzahlminuten resultierte jedoch nur ein Treffer, welcher wenigstens die erstmalige Führung bedeutete. Lohn fand umgehend wieder ins Spiel zurück und profitierte nun von einer Strafe gegen Stockschläger Pädi Widmer. Während dieses Powerplays war Kilu Aeberhardt, welcher einen Gegenspieler am Verwerten des Abprallers etwas unbeholfen hinderte. Den fälligen Strafstoss verwertete der Lohner „Räffi“ sehenswert – das Spiel erneut ausgeglichen. Die neuerliche Burgdorfer Führung, erzielt durch Steve Ruch wurde umgehend mit dem Ausgleichstreffer beantwortet – auf der Uhr noch zehn Minuten. In der Schlussphase wurde das Spiel offener, beide Teams suchten ums Verrecken den Siegtreffer. Gelingen sollte er niemandem mehr – nicht einmal Vättu Meyer, welcher 30 Sekunden von Spielschluss dem Auslösenden hintersten Gegenspieler den Ball abläschelet und am hervorragend reagierenden Torpfosten scheitert – That's Karma, Baby! Gerechte Punkteteilung in Derendingen.

Zwischen den beiden Spielen blieb genug Zeit für einen Jass und das schauen der Herrenabfahrt. Nebst einem holländischen Flitzer, bejubelten wir insbesondere die Leistung von Fööz Bidu, welcher den Hoger am schnellsten bezwingen konnte – Hejaaaa-he! guet gmacht!

 

 

UHC Burgdorf – TV Aeschi 4:4 (1:4)

Wie der Bidu, starteten die Burgdorf verhalten in die zweite Partie. Aeschi trat äusserst selbstbewusst auf, war läuferisch griffiger und in den Zweikämpfen präsenter als die Schwarzbuben. Burgdorf tat sich äusserst schwer, mit dem wenigen Ballbesitz vernünftig umzugehen. So ist das dann ziemlich simpel: Wenn der Gegner 4 Kisten schiesst und man selber nur eine, dann geht man halt mit einem Dreitore-Rückstand in die Pause. Unmittelbar nach der Pause wurde die Burgdorfer Aufholjagd eingedämmt, noch bevor sie starten konnte. Die Pausenansprache dauerte wohl etwas zu lange, sodass die Emmenstädter die Pausenzeit überschritten und die zweite Halbzeit in Unterzahl beginnen mussten. Nun, Burgdorf agierte mittlerweile sehr engagiert in Unterzahl und überstand die zwei Minuten ohne Gegentreffer. Ähnlich wie der Bidu aus Schangnau konnten die Schwarzbuben endlich Fahrt aufnehmen. Ein Doppelpack durch Steve Ruch bedeute den Anschlusstreffer zum 3:4 – zu spielen jedoch nur noch wenige Minuten. In der allerletzten Minute zogen die Emmenstädter endlich wieder ein überzeugendes Spiel ohne Torhüter auf. Sven Leuenberger belohnte sich und die Mannschaft für eine tolle zweite Halbzeit mit dem Ausgleichstreffer rund 50 Sekunden vor Schluss. Aeschi – aufgrund der Tabellensituation auf das Punktemaximum angewiesen, spielte nun auch ohne Torhüter. Nach einem Fehlpass war es erneut Vättu Meyer, welcher den Match-Ball auf dem Stock hatte – und schon wieder scheiterte, diesmal an der Torlatte.

Auch diese Punkteteilung geht in Ordnung. Aeschi spielte eine bärenstarke erste Halbzeit. Auf Burgdorfer Seite bewies Bäri Wiedmer ein goldenes Näschen mit der Einwechslung vom einzig wahren Sven Leuenberger – welcher sehr grossen Anteil an der starken Burgdorfer zweiten Halbzeit hatte. Zu erwähnen bleibt einmal mehr Steve Ruch, welcher als einer der wenigsten in praktisch jedem Spiel seine Kiste macht (13 Tore und 14 Spielen!).

Die Ausgangslage für die letzten beiden Runde bleibt spannend: Ganz vorne und ganz hinten ist der Mist wohl geführt (Bellach mit 6 Punkten Vorsprung, Aeschis als Zweitletzter mit 5 Rückstand), zwischen Rang 2 (Hornets, 18 Punkte) und Rang 7 (Racoons, 15 Punkte) und noch alles offen. Burgdorf mit 16 Punkten und Rang 5 ist zugleich Jäger und Gejagter – Freuen wir uns auf die letzten zwei Meisterschaftsrunden!

Aufstellung UHC Burgdorf:

Käser, Schudel, S. Ruch (3/1), T. Ruch (0/2), Leuenberger (1/3), Meyer (2/1), Wiedmer (1/0), Widmer (1/1), Beyeler, Aeberhardt, Arm, Aschi, Rentsch

Abwesend: Aebi (verletzt), Amport (flitzender Holländer)