Zur dritten Runde traf sich die Gruppe 3 in Biel – wettermässig war es ein Scheisstag, vermutlich weint in Biel der Himmel immer noch, weil der Kevin nicht Natitrainer werden durfte – nun führt er halt souverän die Flughafenstädter in die Nati B... 

UHC Burgdorf – Brügger SC 04 7:5 (3:4) 

Die Retroboys aus Brügg stehen für offensives Kleinfeldunihockey, Spielfreude und viel Routine. Duelle gegen die Seeländer waren in der Vergangenheit jeweils Affichen auf Augenhöhe, mit dem besseren Ende mal für die hiesigen, mal für die dörtigen. Es sollte sich also lohnen, morgens um 09:00 bereit zu sein. Das Spiel an sich ist schnell erzählt – beide Teams spielten sehr engagiert, bemühten sich um die Offensive mit sackstarken Torhütern hüben wie drüben. Der Spielstand war mehrfach auseglichen, die Führungen hielten nie lang an und wechselten regelmässig. Es waren die Emmenstädter – an dieser Stelle erlaube ich mir einen kleinen Seitenhieb an den Brügger Schreiberling: Burgdorf ist das Tor zum Emmental, liegt aber nicht IM Emmental, somit sind Burgdorfer keine Emmentaler (aber gnietig können wir sein, das ist korrekt) – welche im zweiten Spielabschnitt mehr Schnuf hatten. Sven Leuenberger markierte mit einem getrainierten Hoheckschuss den Game Winner, Kilian „Sandwich-Stricher“ Aeberhardt stocherte den empty netter in den Kasten. Man of the Match war zweifelsfrei Dave „schöne Save“ Käser, welcher in den letzten beiden Spielminuten gegen vier Brügger einige Male zauberte und den Sieg in trochene Tücher packte! 

UHC Burgdorf – UHC Oekingen 4:7 (1:3)

Das Zwöi von Oekingen besteht aus ehemaligen (alten?) 1.-Liga-Spielern, was sie in ihrer ersten Partie gegen Bözingen eindrücklich demonstrierten. Im Spiel ohne Torhüter wurde ein 4:8-Rückstand binnen wenigen Minuten ausgeglichen und sogar der Siegtreffer realisiert. Die Emmenstädter waren gewillt, auch gegen Oekingen ein Duell auf Augenhöhe zu liefern. Vorne weg: Es ist uns gelungen! Oekingen war an diesem Sonntag einfach etwas besser und wird vermutlich an jedem Sonntag routinierter und clever sein als wir. Oekingen agierte bereits in der ersten Hälfte äusserst abgeklärt und effizient. Praktisch jeder Fehler (und es waren nicht viele) der Burgdorfer wurde ausgenützt – im Gegenzug ist es den Mannen in Schwarz nicht gelungen, Geschenke anzunehmen und die nötigen Tore zu erzielen. Nach dem Tee spürte man die Routine der ausnahmsweise in gelb spielenden Oekinger: Geschickt wurde das Tempo variiert und auf Ballbesitz gespielt. Burgdorf musste sehr viel Aufwand betreiben um immerhin den Anschlusstreffer realisieren zu können – immer wieder war es Ivan „der Schreckliche“ Rentsch, welcher in diesem Spiel reüssierte (insgesamt 3x). Kurz vor Spielende nahmen die Emmenstädter eine grenzdebile Strafe (Wechselfehler, sorry Manne!) und Oekingen spielte das Ding souverän runter. Burgdorf gelang zwar noch zu Viert ein Tor, musste jedoch auch zwei empty netter hinnehmen. 

Ein Spiel gegen ein starkes Oekingen darf man jederzeit verlieren, auch in dieser Höhe. Mit der Art und Weise können wir auch leben – und schuld sind sowieso immer die Abwesenden 

Aufstellung UHC Burgdorf: Schudel, Käser, Rentsch (3/2), S. Ruch (2/1), Aschi (1/2), Beyeler, Widmer, Arm, Leuenberger (2/2), Aeberhardt (1/0), Meyer (2/3)<\p>