Am Vierten Advent waren die Buben vom „Drüü“ zu Gast bei den Waschbären von Buchsi, um sich mit den Hornissen aus Moosseedorf und der Vitrine Schatrine von Bellach zu messen.

UHC Burgdorf III – Hornets R.Moosseedorf Worblenthal III 5:4 (3:2)

mit den Hornissen taten sich die Burgdorfer bisweilen schwer – unglaublich schwer. Mit Ausnahme des Erfolgs im Ligacup in der Saison 2014/15 setzte es in ebendieser Saison in der Meisterschaft zwei deutliche Niederlagen ab (4:9 / 6:10). Die Hornets spielen diszipliniert und gehen sorgfältig mit dem Ball um. Sie verstehen es, das Tempo zu verschleppen und den Ball zu halten, geduldig wartend bis sich die Chance ergibt. Erste Priorität der Schwarzen war, den Orangen nicht gleich ins Messer zu laufen und den Spielstand offen zu halten. Dies gelang sehr gut, beide Teams neutralisierten sich in den ersten zehn Spielminuten weitgehend, ehe etwas entgegen dem Spielverlauf die Hornissen in Führung gehen konnten. Keine Zeigerumdrehung später bejubelten die Burgdorfer den Ausgleichstreffer durch Spielercoach Bäri Wiedmer. Es folgte die erste Überzahlmöglichkeit der Burgdorfer, welche sich effizient in ihrem Kraftspiel zeigen sollten – Bäri Wiedmer traf zur erstmaligen Führung. Bis zur Pause fiel noch je ein Treffer, wobei zum Dritten mal für die Burgdorfer Farben B. Wiedmer einnetzen konnte. Es flogen zwar keine Hüte auf den Bitz, ein Hattrick (Deutsch: Hut-Trick...) war es dennoch - leider kein Lupenreiner, aber wir wollen jetzt nicht kleinlich sein.

Nach dem Pausentee waren es erneut die Orangen, welche einen der Ihrigen in die Kühlbox schicken und in Unterzahl agieren mussten. Eine schöne Ballstaffete über Wiedmer, Meyer und schliesslich Reto „Chancentod“ Beyeler beendete auch die zweite Strafe vorzeitig. In den folgenden Minuten plätscherte das Spiel etwas vor sich hin, bis sich Hans Lukas und „Häisi“ vor dem Tor etwas zu fest umarmten und beide eine Denkpause erhalten. Wenigstens war jeder der Reinhards einmal auf der Strafbank – gibt es wohl auch nicht in jedem Spiel :)

Burgdorf versuchte, aus der sich bietenden Situation Vorteile zu ziehen. So agierten die Emmenstädter bei Ballbesitz ohne Torhüter – ein weiterer Treffer in Überzahl bedeutete die erstmalige Drei-Tore-Führung – dies müsste eigentlich reichen. Die Hornets ihrerseits mobilisierten die letzten Kräfte und spielten bereits Vier Minuten vor Schluss ohne Torhüter. Eben dieses 4:3 liess sich sehen, relativ schnell netzten die Orangen zwei ein und so wurde dieses Spiel noch unnötig spannend – mehr aber auch nicht.

Erstmals in der Meisterschaft konnten die Orangen auf dem Kleinfeld bezwungen werden – dazu reichte eine sehr disziplinierte Spielweise und ein effizientes Kraftspiel.

Torfolge: 

0:1; 1:1 Wiedmer (Keller); 2:1 Wiedmer (Beyeler, Ausschluss Hornets); 2:2; 3:2 Wiedmer (Widmer); 4:2 Beyeler (Meyer, Ausschluss Hornets); 5:2 Wiedmer (Meyer, Ausschluss Arm, Hornets); 5:3; 5:4

UHC Burgdorf – Schatrine Bellach 2:3 (1:0)

In der Zweit zwischen den Partien konnten die Burgdorfer die Zeit nutzen, den Spitzenkampf zwischen Bellach und Lohn zu verfolgen. Ein hochstehendes Spiel mit dem etwas besseren Ende für Bellach. Beeindruckend das hohe Tempo und die körperliche Präsenz, welche beide Teams an den Tag legten. Burgdorf, bereits in der allerersten Partie der Saison gegen Bellach chancenlos, stellte sich auf ein schwieriges Spiel ein. Der Gameplan so einfach, wie logisch: Strafen vermeiden, im Ballbesitz das Tempo verschleppen und in der Defensive ein Top-Job abliefern. Klingt eigentlich gar nicht so anspruchsvoll.... Nun, ersteres sollte bereits im zweiten Einsatz scheitern. Meyer kam einen Schritt zu spät (liegt wohl am Alter) und wusste sich nur mit einem Mörder-Stockschlag zu helfen. Burgdorf sollte an diesem Tag jedoch nicht nur in Über- sondern auch in Unterzahl ausgezeichnet spielen. Dank unermüdlichem Einsatz, einigen starken Saves von Käser und zu guter Letzt auch dank etwas Glück, konnten die Schwarzen sämtliche Unterzahlsituationen (deren 3) unbeschadet überstehen. Schatrine wurde in der Folge noch stärker und monopolisierte den Ball zusehends. Burgdorf wehrte sich aller Kraft gegen den ersten Gegentreffer. Es kam noch besser: Zwei Zeigerumdrehungen vor dem Pausentee nutzte S. Ruch eine sich bietenden Möglichkeit bei einem der wenigen Freischläge und versenkte den Ball im Torhimmel. Führung für Burgdorf zur Pause gegen den Tabellenführer – das fühlte sich schon einmal sehr gut an.

Nach der Pause ging das Spiel ähnlich weiter, Bellach spielte sehr engagiert und kam weiterhin zu guten Abschlussmöglichkeiten, jedoch nicht mehr ganz so zwingend. Man merkte irgendwie, dass die Spielweise der Burgdorfer den Solothurnern etwas auf den Sack ging... So überrascht es nicht sonderlich, dass die Burgdorfer nach einem erfolgreich verwerteten Abpraller um zwei Längen davon ziehen konnte – auf der Uhr noch gut 14 Minuten.

In der Folge intensivierte Bellach seine Bemühungen um den ersten Gegentreffer und musste auch etwas mehr Risiken eingehen – dies ergab einige erstklassige Konterchancen für die Emmenstädter.  Arm, Keller, Widmer und Meyer scheiterten jedoch allesamt aus sehr guten Abschlusspositionen am jeweils glänzenden Allemann. So verwundert es nicht, dass die knappen zwei Tore Führung nicht reichten, um die Punkte zu entführen. Nachdem nach 30 Minuten aus Bellacher Sicht endlich deren erstes Tor gelingen konnte, mussten die Burgdorfer tatsächlich drei Minuten vor Spielende noch den Ausgleich hinnehmen. Die weissen gaben sich damit nicht zufrieden – Tatsächlich sollte ein schnell ausgeführter Freischlag noch die Bellacher Führung bringen. Eine ärgerliche Führung, weil durchaus vermeidbar. Doppelt ärgerlich, weil nur noch 5 Sekunden zu spielen blieben – Bellach brachte das Ding locker über die Runden....

Torfolge: 1:0 S. Ruch (Leuenberger); 2:0 Meyer (S. Ruch); 2:1; 2:2; 2:3

Aufstellung UHC Burgdorf III:

Schudel; Käser; Wiedmer (4/0), Beyeler (1/1), Keller (0/1), Widmer (0/1), S. Ruch (1/1), Meyer (1/2), Leuenberger (0/1), T. Ruch, Meier, Arm

Fazit der Runde:

Endlich gegen die Hornets gewonnen, lange gegen Bellach geführt und doch verloren... In beiden Spielen hatten jeweils die Torhüter einen Bärenanteil am (Beinahe-)Erfolg: Schudel rettete mit seinen zahlreichen Saves den Sieg gegen die Hornissen über die Zeit und Käser liess die Bellacher bis zur dreissigsten Minuten schier verzweifeln – Herzliche Gratulation beiden Torhütern und an dieser Stelle ein dickes MERCI! 

Ein Lob gilt es auch Neuling Patrick Meier auszusprechen, welcher seinen ersten Ernstkampf auf dem Kleinfeld bestritt – das Debüt ausgerechnet gegen die Tabellenführer. Pädu hat mit seinen harten Pässen und noch härteren Zweikämpfen viel zu einer soliden Leistung beigetragen!

In der Gruppe 3 können sich die Teams wohl nicht einigen, wer nun erster Verfolger des Güggeli-Vereins sein will, so wurden fleissig Punkte hin und her geschoben, sodass sich nach Abschluss der Hinrunde folgende Tabellensituation präsentiert:

Schatrine Bellach, 18 Punkte

- 6. diverse, 12 Punkte

eine mega spannende Ausgangslage für die Rückrunde, und wer weiss, vielleicht kristallisiert sich doch noch ein klarer Schatrine-Jäger an der nächsten Runde....